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Image by Andrea De Santis

Obwohl der Buddhismus oft als «Religion» verstanden wird, unterscheidet sich dieser auf signifikante Weise davon. Der Buddhismus gründet auf genauer Beobachtung, Analyse und Vernunft, nicht auf göttlicher Offenbarung oder Dogma. In einem Sutra empfiehlt der Buddha, seine Lehren nicht blind zu akzeptieren, sondern nur aufgrund ihres kritischen Hinterfragens. Es ist bemerkenswert zu wissen, dass der Begriff Buddhismus in seinen Ursprungskulturen als «Dharma» bekannt ist, was als Studium und Erforschung der wahren Realität verstanden werden kann.

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Jakob Leschly

Buddhismus

Die Lehre des Buddha befasst sich primär damit, unsere individuelle und subjektive Erfahrung zu verstehen und wie wir uns in einer oft falschen Vorstellung von Realität verfangen, die unserem Selbst Solidität zuschreibt.

Dieses wird erfahren als selbstbezogenes Ego oder «Ich», welches auch der äusseren Welt eine Solidität zuschreibt, die als Materie erfahren wird. Da er jedoch erkannte, dass wir mit unserer Falschwahrnehmung von Realität und der Gewohnheit arbeiten können ohne uns an unsere Projektionen zu klammern, erklärte er den Weg des Erwachens. Das ist es, was wir normalerweise als «Buddhismus» bezeichnen. Dieser Weg zielt darauf ab uns einerseits ein analytisches Verständnis aufzuzeichnen für unsere psychologische Natur, welche das Potenzial hat sowohl für Selbsttäuschung als auch für wahre Einsicht in Art der Dinge. Andererseits bietet er eine angewandte Lehre des Bewusstseins, in der wir Einsicht bewusst erfahren: unsere Rolle ist proaktiv in der Kultivierung von Einsicht, die den Geist von Täuschung befreit und einen innewohnenden, natürlichen Zustand der Weisheit zum Vorschein bringt.

 

Jakob Leschly

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