
Meditation
Die Meditation ist eine der seltenen Gelegenheiten, bei denen wir nichts tun. Sonst tun wir immer etwas, wir denken immer etwas, wir sind immer beschäftigt. Wir haben uns in Millionen von Obsessionen und Fixierungen verloren. Aber durch die Meditation - durch das Nichtstun - werden all diese Fixierungen aufgedeckt und unsere Obsessionen lösen sich auf natürliche Weise auf, wie eine Schlange, die sich entrollt.
Dzongsar Khyentse
Meditation
Das Wort „Meditation“ stammt vom lateinischen Begriff meditatio, was so viel wie „Ausrichtung zur Mitte“ bedeutet. Es leitet sich ab von medius (mittel) und medium (die Mitte). Meditation ist eine spirituelle Praxis, die in vielen Kulturen verbreitet ist. Ziel ist es, durch Achtsamkeits- oder Konzentrationsübungen den Geist zu beruhigen und die Gedanken zu sammeln. Je nach Tradition werden die angestrebten Bewusstseinszustände unterschiedlich beschrieben – etwa als Stille, Leere, Eins-Sein, oder das Loslassen von fixen Vorstellungen.
Der ursprüngliche Zweck der Meditation, der bereits vor über zweitausend Jahren in Indien verfolgt wurde, ist von spiritueller Natur: die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist. Dieser Zustand wird häufig mit Begriffen wie „Befreiung“ oder „Erkennen der wahren Natur“ umschrieben. Insgesamt lässt sich Meditation als eine Praxis verstehen, die durch wiederholte und aufmerksame Übungen die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein schärft.
Wissenschaftliche Studien, die die Auswirkungen langjähriger Meditation untersuchten, zeigen, dass Meditation unsere Fähigkeiten zur Aufmerksamkeit, emotionalen Balance, Altruismus und inneren Ruhe in hohem Maße fördern kann.